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Frustriert,entäuscht stürmt die schöne Brünette aus ihrem Apartement heraus,ohne einen Blick zurück,ohne noch ein Wort. Bloß mit einer dünnen Strickjacke und einem sommerlichen Kleid bekleidet,war es verdammt kalt um die Jahreszeit in Paris.Der Regen fiel auf die blasse Haut der Brünetten,ihr Kopf war gesenkt und mit ihren Armen umschlung sie ihren Körper.Sie wollte einfach nur Weg und niemals wieder zurück,denn die Wahrheit war hart,frustrierend und nicht auszuhalten.Sie hatte nicht gedacht,dass es etwas gibt,was so schmerzvoll sein kann,dass jemand sie jemals so hintergehen würde,erneut,sie dachte sie hätte dazu gelernt,hätte aufgehört so naiv zusein - aber sie war einfach verdammt naiv ,sie war naiv und dumm.Und das merkte sie heute besonders.Schließlich fand sie sich auch schon in dem kleinen Café wieder,dass sie auch sonst besuchte,nur war es heute leer,weil das Wetter nicht gut war und es schon recht spät war.Frustriert lässt sie sich an einem Tisch nieder.Die Kellnerin stellt ihr gleich einen Kakao und einen Käsekuchen hin,wissend,dass die Brünette Dupont das so oder so bestellt hätte."Danke,Maelys." murmelte sie kaum hörbar ehe sie mit der Gabel in ihrem kleinen Kuchen herrum
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Leicht genervt und frustriert schlug ich die Tür zu, welche krachend in das Schloss viel, und stapfte den gekiesten Weg entlang hinunter vom Grundstück des riesigen Anwesens, was seit neustem nicht mehr mein Zuhaue sein sollte, sondern das eines Fremden, da meine Mutter beschlossen hatte ihren One-Night-Stand von der Ärztekonferenz, zu der ich sie hinzugehen ermutigt hatte, damit sie auch mal außer Haus kam, zum nächsten Schritt zu begleiten und bei ihm einzuziehen- reintheoretisch überhaupt kein Problem, denn er könnte sehr gut in unserem riesigen Anwesen gemeinsam mit seiner Tochter, welche ungefähr meines Alters war, wohnen, aber nein der Kerl musste in New York, Amerika beheimatet sein und hatte es irgendwie geschafft meine Mutter davon zu überzeugen, dass es dort so viel schöner und für mich auch zum aufwachsen wesentlich geeigneter wäre. So war es beschlossene Sache, bevor überhaupt mit mir gesprochen worden war, und ich war nun verdammt mein geliebtes Paris zu verlassen und in die Stadt, die niemals schläft, zu ziehen. Alleine vom Beinamen der Stadt her war es schon unwahrscheinlich, dass es mir dort gefallen würde, denn reinzufällig schlief ich ziemlich gerne und würde hundertprozentig all meinen Mitbewohnern die Laune verderben, wenn ich einmal früh zeitig geweckt wurde, denn dann konnte aus meinem normalerweise sehr liebenswürdigen und gutmütigen Charakter eine echte Giftspritze werden. Frustriert schnaubend rannte ich die Straße entlang, so gut wie das in meinen High-Heels, welche egal ob unpassend oder nicht mein absolutes Lieblingsschuhwerk waren, nunmal eben ging, in Richtung meines Lieblings-Cafés, was allein schon aus dem Grund, dass es dort meistens nicht so voll war, mein Favourit war, und schmiss mich einfach wahllos an einem Tisch. Erst anschließend fiel mir auf, dass dort schon jemand saß, doch das störte mich jetzt auch nicht gerade sonderlich und so schenkte ich der brünetten Franzosin ein knappes Lächeln, ehe ich mir einen doppelten Espresse und ein riesiges Stück Tarte au Chocolat hin.
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Rebecca reicht es nun wirklich mit Frankreich - es reichte also nicht,dass sie nach Paris zog,sie musste ganz aus Frankreich weg,vielleicht zurück nach Italien - jedenfalls irgendwo anders hin,in ein anderes Land,denn Italien brachte ihr nur Pech.Kein Tag verging mehr,an dem irgendwas daneben war. Natürlich war sie stinkreich - dank der Firma ihres Vaters oder der Modeline ihrer Mutter,der Name Dupont war bekannt in Frankreich,aber das ganze Geld machte sie einfach nicht glücklich,auch,wenn es das wohlmöglich sollte - aber was sollte man mit Geld anfangen,wenn man niemanden in seinem Leben hat,dem man vertrauen kann,der sich wirklich darum scherrt,wie es einem geht und einen nicht nur wegen des Aussehens benutzt,einen nicht nur als eine Art Trophäe herumzeigt,sowie ihre Eltern es ihr ganzes Leben getan hatten - sie wollte weg und das würde sie auch.Sie würde sich den nächsten Flieger schnappen - vielleicht nahc New York,da gab es jemanden,dem sie vertraute,weswegen sie auch schon bei dem Gedanken ihr Handy heraus holt und gleich eine SMS verschickt ehe sie ihr Handy wieder in ihre Pradatasche steckt,die sie natürlich mitgenommen hatte,mit allem,was sie brauchte,dann musste sie nicht mal in das Apartement zurück,sondern würde alle ihre Klamotten hier lassen und sich in New York neue kaufen,ja,dass hörte sich gut an,langsam führt sie ein Stück kuchen in ihren Mund ehe sie die Blondine vor sich bemerkt und dieser sanft zulächelt ehe sie an ihrer Tasse nippt und die Blondine erneut anblickt."Schlechter Tag?" gab es dann über ihre Lippen.
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Ich liebte Frankreich und insbesondere Paris über alles, weswegen ich auch nicht einfach so mir nichts dir nichts hier weggezerrt werden wollte. Gut zwar sprach ich fließend Englisch, weswegen ich mich wohl kaum mit dem Argument, dass ich die Sprache nicht beherrschte, herausreden konnte, doch trotzdem graute es mir vor Amerika und wegwollen tat ich von hier auch nicht. Ich wollte nicht weg von meiner Schule, von meinen Freunden, von allem was mir vertraut und lieb war, nur um mit einer dummen Kuh und einem egoistischen Arschloch, was meine Mutter liebte, zusammenzuziehen. Okay, eigentlich war mir der Kerl als ganz nett und sympatisch gewesen und sonderlich viele Freunde besaß ich hier trotz meiner wirklich ausgesprochen liebenswüridigen Art nun auch nicht, was daran liegen könnte, dass ich Privatunterricht bekam, doch es ging mir ums Prinzip und wenn ich dieses Mal zuließ, dass man mich mitzerrte hinderte es niemanden dieses ein zweites Mal zu versuchen und danach auch noch ein drittes und viertes Mal und das wollte ich nicht. Ich war ein Gewohnheitsmensch,der nichts mehr liebte, als wenn alles seinen gewohnten Gang ging, und wenn ich umzog würde diese Routine und Gleichmäßígkeit zerstört sein ; ich würde mich an so viel neues gewöhnen müssen und darauf hatte ich keine Nerven. Also warum konnten wir nicht einfach hierbleiben und die zogen zu uns?
Frustriert schob ich mir eine Gabel voll mit klebrigen Kuchen in den Mund und kaute darauf rum, als ob ich so die ganze angestaute Wut loswerden könnte, was zwar eigentlich nicht wirklich viel brachte, aber hinterließ nichtsdestotrotz ein beruhigendes Gefühl. Erst dann, nachdem ich fertig gekaut hatte, hob ich meinen Blick und musterte die Brünette mir gegenüber intensiv. "Nun das wäre ehrlich gesagt noch eine Untertreibung",murmelte ich leise und trank einen großen Schluck des Espressos.
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